Die Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS-IAG) in der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Systemische Lösungen nach Bert Hellinger e.V. ist ein Zusammenschluss von Menschen, die mit Systemaufstellungen (Familienaufstellungen, Organisationsaufstellungen, Strukturaufstellungen) arbeiten.
Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, die Ausbreitung und Weiterentwicklung der Aufstellungsarbeit zu fördern. Die DGfS-IAG bietet allen, die sich für Systemaufstellungen interessieren, eine Plattform für Organisation, Austausch und Beratung in inhaltlichen, praktischen und rechtlichen Fragen. Sowohl Familienaufsteller wie auch Organisations- und Strukturaufsteller haben in der DGfS-IAG ihren Platz und entwickeln die Arbeit mit den verschiedenen Formen der Aufstellungsmethode weiter. Sie fühlen sich der Arbeit des Gründers Bert Hellinger verbunden, nutzen aber auch die eigenen Erfahrungen und Einsichten, um die Aufstellungsarbeit inhaltlich und methodisch weiter zu differenzieren.
Die Aufstellungsmethode in der von uns vertretenen Form wurde von Bert Hellinger in den 80iger Jahren als Familienstellen entwickelt und zunächst vor allem von ihm durch immer neue Einsichten und Vorgehensweisen erweitert und verdichtet. Sie löste ungemein großes, in den letzten Jahren weltweites Interesse aus. Aufstellungsarbeit wird auf allen Kontinenten durchgeführt und ist international unter den Begriffen "Constellation Work" und auch "Hellinger Work" bekannt. Die ersten Vorsitzenden der IAG, Gunthard Weber und Jakob R. Schneider, Albrecht Mahr und Guni Baxa hatten neben Bert Hellinger erheblichen Anteil an der Internationalisierung und Ausweitung der Aufstellungsarbeit in andere Praxisfelder. Die Aufstellungsarbeit wird heute auch als phänomenologisch-systemische Arbeit bezeichnet und damit unterschieden von der konstruktivistisch-systemischen Arbeit, worunter die familientherapeutische Arbeit der Heidelberger und Mailänder Schule verstanden wird.
Im Laufe der Jahre wurde zudem deutlich, dass sich die Aufstellungsarbeit nicht nur in der Psychotherapie als effizientes und hilfreiches Verfahren bewährt, sondern entsprechend modifiziert auch in vielen anderen Bereichen, insbesondere z.B. in Organisationen, in der Sozialarbeit, der Schule, der Justiz, in künstlerischen Bereichen, der Politik usw. Die enorm rasche Ausweitung erzeugte einen großen Bedarf an Austausch und Weitergabe von Informationen und an einer angemessenen Strukturierung des Arbeitsfeldes.
Der unter der Leitung von Gunthard Weber und Jakob R. Schneider unter dem Namen "Internationale Arbeitsgemeinschaft Systemische Lösungen nach Bert Hellinger" – "IAG" – gegründete gemeinnützige Verein entstand 1996 aus einem Zusammenschluss von Kolleginnen und Kollegen, die mit dem phänomenologisch-systemischen Ansatz vertraut waren. Dieser Kollegenkreis entwickelte sich weiter zur jährlich tagenden „Septembergruppe”, die dem fachlichen Austausch diente sowie der Vorbereitung und Mitarbeit an Fachtagungen, Fragen der Vernetzung der wachsenden Zahl von Aufstellern, der Vertretung der Methode nach außen, der Förderung qualifizierter Weiterbildung u.a.m. Die ständig zunehmende Zahl an Anfragen nach kompetenten Aufstellern veranlasste die IAG, eine Liste von Kolleginnen und Kollegen zu erstellen und weiterzugeben.
Um dabei die Qualität der Arbeit zu gewährleisten, wurden für die Aufnahme auf diese "IAG Aufsteller-Liste" Qualitätskriterien entwickelt. Diese werden von all denjenigen erfüllt, die in die Liste aufgenommen wurden. Der durch das Psychotherapeutengesetz neu entstandene gesetzliche Rahmen therapeutischer Arbeit erforderte für Deutschland eine Änderung der Liste. Die IAG hat dem Rechnung getragen und führt nun zwei Listen, eine für BeraterInnen und eine für PsychotherapeutInnen.
Die OrganisationsaufstellerInnen aus mehreren europäischen Länder formierten sich im Jahre 2001 zur „Ostergruppe” und bildeten 2003 eine eigene Organisation mit den Namen Infosyon.
Im Jahre 2003 wurde deutlich, dass die gefundenen Strukturen nicht mehr ausreichten, um das Interesse an der Aufstellungsmethode organisatorisch zu erfassen. Die IAG entwickelte ein neues Organisationsmodell, das den Verein in einen Mitgliederverein umformt und vertikale und horizontale Organisationsebenen schafft. Dazu wurde die Satzung verändert und auch der Name veränderte sich.
Waren in der Septembergruppe noch vor allem Vertreter aus dem deutschsprachigen Teil Europas organisiert, so brachte es die Ausweitung der Arbeit mit sich, dass sich in Österreich und der Schweiz eigenständige Gruppierungen bildeten, die sich organisatorisch von der IAG lösten. Die Diskussion über die dadurch zu vollziehenden Änderungen führte dazu, dass sich die IAG umbenannte in "Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen in der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für systemische Lösungen (DGfS-IAG)". Der Name IAG wurde zunächst in der neuen Namensbezeichnung beibehalten, um die Kontinuität der Arbeit zu betonen. In näherer Zukunft soll sich jedoch eine Internationale Gesellschaft zusammenfinden, in der Vertreter aus verschiedenen Ländern und internationalen Organisation repräsentiert sind, und die dann für sich den Namen „Internationale Gesellschaft” mit mehr Recht in Anspruch nehmen kann als die bisherige IAG.
Quelle: http://www.iag-systemische-loesungen.de